Ein Smartphone eignet sich für einen schnellen Blick, eine Notiz oder zum Teilen eines Plans. Wenn du einen Grundriss länger bearbeitest oder Möbel mehrfach verschiebst, ist ein Tablet übersichtlicher: Es zeigt mehr vom Plan und den Werkzeugen gleichzeitig.
Welche Funktionen du nutzen kannst, hängt auch von der App ab. Manche Apps erlauben auf dem Smartphone nur das Ansehen und Teilen, andere bieten dort einen vollständigen Planer. Prüfe vor der Gerätewahl, ob du mit der gewünschten App auf deinem Gerät Grundrisse bearbeiten und alle benötigten Funktionen nutzen kannst.
Smartphone und Tablet im Vergleich
| Aufgabe | Smartphone | Tablet |
|---|---|---|
| Plan vor Ort ansehen oder teilen | Handlich für Besichtigungen und spontane Rückfragen | Größer und für mehrere Personen leichter zu überblicken |
| Grundriss zeichnen | Abhängig von der App; Werkzeuge können auf engem Raum liegen | Mehr Platz für Plan, Werkzeuge und Möbelkatalog |
| Raum scannen | Praktisch beim Rundgang, sofern Gerät und App die Scanmethode unterstützen | Ebenfalls möglich, wenn Modell und App dafür ausgelegt sind |
| Möbel verschieben | Für einzelne Änderungen geeignet, wenn die App Bearbeitung zulässt | Für längere Stellproben und Varianten oft angenehmer |
| Plan exportieren | Teilen unterwegs ist bequem | Mehr Platz zum Prüfen des Plans vor dem Export |
Die Tabelle zeigt typische Vorteile bei der Bedienung, keine Messwerte. Es gibt keinen direkten Vergleich, der belegt, dass dieselbe App auf einem Gerät genauer arbeitet oder die Bearbeitung schneller macht.
Bedienung hängt von der App ab
Ein größerer Bildschirm erleichtert es, den Grundriss und die Bedienelemente gleichzeitig im Blick zu behalten. Auf einem kleineren Display verbergen manche Apps Werkzeuge in aufklappbaren Menüs oder einer Leiste, in der du seitlich scrollst. Querformat kann dann mehr Raum für den Plan schaffen.
Die Unterschiede zwischen einzelnen Apps sind erheblich. RoomSketcher beschreibt seine Tablet-App als Werkzeug zum Zeichnen und Einrichten; auf dem Smartphone lassen sich dort laut Anbieter Pläne ansehen, herunterladen und teilen, aber nicht zeichnen. RoomSketch3D bietet nach eigener Beschreibung dagegen auch auf Smartphones Funktionen zum Bearbeiten von Wänden, Türen und Fenstern sowie zum Platzieren von Möbeln. Prüfe in der App-Beschreibung gezielt, ob „bearbeiten“ tatsächlich das Zeichnen und Ändern des Plans umfasst.
Möbel auf dem Plan verschieben
Für einzelne Stellproben reicht ein Smartphone, wenn die App das Platzieren und Bearbeiten von Möbeln auf dem Handy unterstützt. Das gilt zum Beispiel für eine schnelle Prüfung, ob ein Sofa ungefähr in eine Ecke passt. Bei häufigem Verschieben, Drehen und Vergleichen ist ein Tablet meist angenehmer: Der Plan bleibt besser sichtbar, während Möbelkatalog und Werkzeuge geöffnet sind.
Eine Stellprobe auf dem Bildschirm ersetzt keine Maßkontrolle. Vergleiche vor einem Kauf die tatsächlichen Abmessungen des Möbelstücks mit den Maßen im Grundriss. Ein passender Eindruck auf dem Bildschirm bestätigt nicht, dass das Möbelstück später durch die Tür passt oder im Raum genug Platz lässt.
Scannen: Gerät und Verfahren prüfen
Beim Scannen entscheidet die unterstützte Technik, nicht allein die Geräteart. Manche Funktionen nutzen LiDAR, eine Sensortechnik zur Entfernungsmessung. Andere Apps erfassen einen Raum mit der Kamera. Sie können auch Ecken in einer erweiterten Ansicht markieren oder ein aufgenommenes Video verarbeiten.
RoomPlan von Apple nutzt Kamera und LiDAR. Die Funktion unterstützt dafür geeignete iPhone- und iPad-Pro-Modelle. Apple nennt für einen einzelnen Wohnraum etwa 9 × 9 Meter als geeignete Größe und empfiehlt mindestens 50 Lux Beleuchtung. Spiegel und Glas erschweren die Erfassung. Auch sehr dunkle Oberflächen und hohe Decken sind dabei hinderlich. Andere Grundriss-Apps können andere Bedingungen haben.
Auch die App kann die Auswahl einschränken. Planner 5D bietet beispielsweise einen LiDAR-Scan auf kompatiblen Geräten und einen Video-Scan, der je nach Gerät und Tarif verfügbar ist. Prüfe daher vor dem Rundgang, welche Scanart dein Gerätemodell tatsächlich unterstützt. Für das Aufnehmen selbst ist ein Smartphone oft handlicher; ein passendes Tablet kann ebenfalls geeignet sein.
Export: Format vorab klären
Ob du einen Plan als PDF, Bild, CAD-Datei oder 3D-Modell ausgeben kannst, hängt vor allem von der App, der Plattform und teilweise vom Tarif ab. Ein Tablet bietet beim Prüfen mehr Übersicht, verschafft aber nicht automatisch Zugang zu zusätzlichen Exportformaten. Manche Funktionen sind nur in einer Webversion verfügbar.
Kläre vor der Bearbeitung, was du weitergeben möchtest. Für einen schnellen Überblick genügt oft ein Bild oder PDF. Wenn du einen Plan in einem anderen Zeichenprogramm weiterbearbeiten willst, brauchst du möglicherweise ein CAD- oder 3D-Format. Auch diese Dateien enthalten nicht immer alle gewünschten Angaben: Bei magicplan enthält der DXF-Export laut Anbieter beispielsweise keine Maße.
Smartphone oder Tablet für die Planung?
Das Smartphone passt gut zur Besichtigung, zum Möbelkauf und zu kurzen Erledigungen vor Ort. Du kannst damit einen vorhandenen Plan zeigen, eine Notiz ergänzen oder einen unterstützten Scan aufnehmen. Es ist außerdem praktisch, wenn Sie das Ergebnis direkt unterwegs teilen möchten.
Ein Tablet eignet sich besser, wenn du selbst zeichnest, mehrere Räume planst oder verschiedene Möbelanordnungen vergleichst. Bei einer gemeinsamen Planung kannst du einen Entwurf auf dem größeren Bildschirm leichter zeigen. Ein sinnvoller Wechsel zwischen Geräten ist ebenfalls möglich: Erfasse den Raum mit dem Smartphone und bearbeite den Entwurf anschließend am Tablet. Prüfe vorher, ob die App Projekte zwischen den Geräten synchronisiert und welche Internetverbindung dafür nötig ist.
